Rechtsanwalt Gerhard Raab in Frechen-Königsdorf

Arbeitsrecht

 

 

Fristlose Kündigung wegen Verletzung eines Kollegen durch Böller im Dixi-Klo

Krefeld/Berlin. Die Verletzung eines Arbeitskollegen durch einen explodierenden Feuerwerkskörper rechtfertigt die fristlose Kündigung. Dies gilt auch dann, wenn die Verletzung nicht beabsichtigt, sondern Folge eines fehlgeschlagenen Scherzes war. Das besagt eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Krefeld vom 30. November 2012 (AZ: 2 Ca 2010/12).

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Lehrer schlägt Schülerin - keine Kündigung

Halle (Saale)/Berlin. Die Einzelfallabwägung in einem konkreten Fall kann ergeben, dass ein Lehrer, der eine Schülerin geschlagen hat, nicht gekündigt wird. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Landesarbeitsgerichts (LAG) Halle vom 22. September 2011 (AZ: 4 Sa 404/10).

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Arbeitnehmer muss Selbstbeteiligung bei Unfall mit Dienstwagen zahlen

Hamburg/Berlin. In zahlreichen Verträgen für die Überlassung von Dienstwagen ist geregelt, dass der Arbeitnehmer bei einem von ihm verschuldeten Unfall eine Selbstbeteiligung zahlen muss. Der Arbeitgeber trägt in der Regel die Kosten für eine Vollkaskoversicherung und ggf. die Kosten der Höherstufung in der Versicherung. Diese Aufteilung der Kosten ist nicht zu beanstanden, entschied das Arbeitsgericht Hamburg am 22. April 2008 (AZ: 20 Ca 174/07).

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Kein Anspruch auf Schlussformel im Arbeitszeugnis

Stuttgart/Berlin. Eine positive Schlussformel gehört nicht zum gesetzlich geschuldeten Teil des Arbeitszeugnisses. Ein Arbeitnehmer hat daher keinen einklagbaren Anspruch auf eine solche Formulierung. Auf eine entsprechende Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg vom 3. Februar 2011 (AZ: 21 Sa 74/10) wird hingewiesen.

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Urlaub muss im Übertragungszeitraum bis Ende März gewährt werden

Bremen/Berlin. Gestattet ein Arbeitgeber die Übertragung des Jahresurlaubs in das neue Jahr, muss er diesen bis Ende März gewähren. Er kann ihn nicht wegen dringender betrieblicher Gründe verweigern, entschied das Arbeitsgericht Bremen-Bremerhaven am 9. März 2011 (AZ: 8 Ga 801/11).

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Landesbeamte: Kein finanzieller Ausgleich für nicht genommenen Urlaub

Trier/Berlin. Rechtsreferendare haben keinen Anspruch auf finanziellen Ausgleich für nicht genommene Urlaubstage. Eine Ausnahme gilt laut Europarecht nur dann, wenn es dem Rechtsreferendar aus Umständen, die er nicht zu verantworten hat, unmöglich war, seinen Jahresurlaub anzutreten. Das ergibt sich aus dem Urteil des Verwaltungsgerichts Trier vom 10. Mai 2011 (AZ: 1 K 1550/10.TR).

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Schmiergeldzahlung: Empfänger darf fristlos gekündigt werden

Düsseldorf/Berlin. Nicht nur, wer ein öffentliches Amt bekleidet, muss vorsichtig sein, wenn er sich Dinge von Dritten bezahlen lässt. Dies betrifft auch „normale“ Arbeitnehmer. So entschied das Landesarbeitsgericht Düsseldorf am 3. Februar 2012 (AZ: 6 SA 1081/11), dass die Kündigung eines Bankdirektors, der sich private Bauleistungen von einem Geschäftspartner der Bank bezahlen ließ, berechtigt war.

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Selbstbedienung durch den Restaurantleiter - Kündigung

Bielefeld/Berlin. Wer in einem Restaurant arbeitet, muss für die Bewirtung seiner persönlichen Gäste auch bezahlen – sonst droht die fristlose Kündigung. Dies musste ein Restaurantleiter erfahren, der bei einer persönlichen Feier zwar das Essen und die Getränke bezahlte, dabei aber die 60 Desserts „vergaß“. Die fristlose Kündigung sei rechtens, entschied das Arbeitsgericht Bielefeld am 27. Juli 2010 (AZ: 5 Ca 2960/09).

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Zustimmungsersetzung der fristlosen Kündigung von Pflegekräften

Neunkirchen (Saar)/Berlin (dpa/tmn). Wird eine Pflegekraft in einem Heim für behinderte Menschen gegenüber einer Bewohnerin handgreiflich oder verabreicht sie Medikamente falsch und versucht, den Vorfall zu vertuschen, kann der Arbeitgeber ihr fristlos kündigen. Dies entschied das Arbeitsgericht Neunkirchen in zwei Verfahren am 12. August 2011 (AZ: 4 BV 8/11) und am 19. August 2011 (AZ: 2 BV 2/11).

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Headhunter darf Arbeitnehmer am Arbeitsplatz nicht umwerben

Karlsruhe/Berlin. Ein Personalberater handelt dann wettbewerbswidrig, wenn er in einem Telefongespräch einen Arbeitnehmer eines Mitbewerbers seines Auftraggebers umwirbt. „Umwerben“ liegt dann vor, wenn das Gespräch über eine erste Kontaktaufnahme hinausgeht. Dies geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 22. November 2007 (Az: I ZR 183/04) hervor.

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