Vertragsrecht
BGH zu geschlossenen Fonds: Ausschüttungen können nur begrenzt
zurückgefordert werden
Berlin. Kapitalanlagen in Form von geschlossenen Fonds führen
immer wieder zu juristischen Streitigkeiten zwischen Anlegern auf der einen und
den Vermittlern und Initiatoren auf der anderen Seite. Grund dafür ist die oft
negative Geschäftsentwicklung. Statt satter Gewinne schlagen herbe Verluste bis
hin zum Totalverlust zu Buche.
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Versicherungen: Bei fehlerhafter Beratung Schadenersatzansprüche
genau prüfen lassen!
Berlin. Wer beim Abschluss einer Versicherung bei einem
Versicherungsmakler fehlerhaft beraten wurde, sollte genau prüfen lassen, wie
der Vertrag zustande gekommen ist. Will der Versicherungsnehmer nämlich
Schadenersatzansprüche stellen, lohnt es sich, genau zu überprüfen, ob
gegebenenfalls auch das Versicherungsunternehmen hier einstehen muss.
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Brand in einer Werkstatt: Lohnkosten und Leasingraten für
abgestellten LKW werden nicht ersetzt
Saarbrücken/Berlin. Wird bei einem Werkstattbrand ein Lkw
beschädigt, muss Schadensersatz geleistet werden. Dem Eigentümer des Fahrzeugs
steht aber für den Reparaturzeitraum kein Ersatz der Leasingkosten des Lkw oder
von Lohnkosten zu. Auf eine entsprechende Entscheidung des Oberlandesgerichts
Saarbrücken vom 17. Januar 2013 (AZ: 4 U 201/11) wird hingewiesen.
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Kein erhöhter Fahrpreis bei Vorlage einer abgelaufenen
vorläufigen BahnCard
München/Berlin. Legt ein Bahnreisender bei einer
Fahrkartenkontrolle seine abgelaufene vorläufige Bahncard vor, weil ihm die
endgültige Bahncard nicht rechtzeitig zugesandt wurde, muss er keinen erhöhten
Fahrpreis zahlen. Das entschied das Amtsgericht München am 27. Dezember 2012
(AZ: 173 C 21023/12).
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Neuwagen auch bei 304 km Laufleistung?
Coburg/Berlin. Ein Neuwagen muss auch neu sein. Wer jedoch
zunächst ein Fahrzeug annimmt, das bereits 304 Kilometer gefahren ist,
akzeptiert es mit dieser Laufleistung. Nachträglich kann man den Kilometerstand
nicht mehr beanstanden. Dies entschied das Landgericht Coburg am 30. Dezember
2011 (AZ: 21 O 337/11).
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Haftung des Reiseveranstalters für einen Zusatzausflug am
Urlaubsort
Karlsruhe/Berlin. Kommt es bei einem Tagesausflug im Urlaub zu
einem Unfall, haftet unter Umständen der Reiseveranstalter. Auch dann, wenn
dieser den Ausflug nicht selbst durchgeführt, sondern lediglich vermittelt hat.
Entscheidend sei dabei, ob der Reiseveranstalter den Eindruck erwecke,
verantwortlich für das Zusatzangebot zu sein. Das geht aus einem Urteil des
Bundesgerichtshofs vom 19. Juni 2007 (AZ: X ZR 61/06) hervor.
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BGH zur Abrechnung gekündigter Immobiliendarlehen: Nur
Verzugszins, jedoch keine Vorfälligkeitsentschädigung nach Kündigung durch Bank
Berlin. Nach der Kündigung eines Immobiliendarlehens ist der
Schadensersatz auf 2,5 % - Punkte über dem Basiszinssatz beschränkt. Daneben
kann keine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt werden. Dies erklärte der BGH in
der mündlichen Verhandlung des Verfahrens XI ZR 512/11 am 15. Januar 2013.
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Keine ausreichende Befunderhebung: Klinik haftet für schwere
Gesundheitsschäden
Hamm/Berlin. Resultiert aus einer nicht durchgeführten
Befunderhebung, dass die Erkrankung erneut auftritt und schwerste
Gesundheitsschäden nach sich zieht, kann dies dazu führen, dass die Klinik
haften muss. Auf einen entsprechenden vom Oberlandesgericht Hamm am 9. November
2012 entschiedenen Fall (AZ: I- 26 U 142/09) wird hingewiesen.
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Vorsicht beim Anbieten von Fahrzeugteilen ohne amtliches
Prüfzeichen
Hamm/Berlin. In Deutschland nicht genehmigte Teile für Autos
dürfen nicht verkauft werden, wenn sie hierzulande verwendet werden könnten.
Entsprechende Hinweise im Angebot reichen nicht. Das hat das Oberlandesgericht
Hamm am 25. September 2012 (AZ: I-4 W 72/12) entschieden.
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Saunaunfall mit Todesfolge - Betreiber haftet nicht
Hamm/Berlin. In der kalten Jahreszeit ist es in der Sauna
immer warm. Wer haftet aber, wenn der Besucher die Sauna nicht verträgt? Das
Oberlandesgericht Hamm hat festgestellt: Der Betreiber einer Sauna ist nicht
verpflichtet, zur Vermeidung von Unfällen beim Saunabetrieb das körperliche
Wohlbefinden der Benutzer in engen Zeitabständen zu kontrollieren. Auf die
Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm vom 29. August 2012 (AZ: I-12 U 52/12)
wird hingewiesen.
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