Mietrecht
Wohnungskündigung per Übergabe-Einschreiben sichere Sache
Lüneburg/Berlin. Kündigt ein Mieter die Wohnung per
Übergabe-Einschreiben, so ist dies auch dann eine fristgerechte Kündigung, wenn
der Vermieter das Schreiben nicht rechtzeitig abholt, obwohl ihm das möglich
gewesen wäre. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Lüneburg vom 29.
Oktober 2008 (AZ: 6 S 96/08) hervor.
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Mieterhöhung für Hartz IV-Empfänger zumutbar
Berlin. Wenn nach einer Modernisierung die Miete steigt, so ist
das auch für einen Hartz IV-Empfänger zumutbar, wenn der Leistungsträger die
erhöhte Miete übernimmt. Dies besagt das Urteil des Kammergerichts Berlin vom
10. Mai 2007 (AZ: 8 U 166/06).
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Keine Verrechnung von Mietrückständen mit Kaution
München/Berlin. Ein Wohnungsmieter kann seine Mietrückstände nicht einfach mit
der hinterlegten Kaution verrechnen. Verwiesen sei auf ein Urteil des
Amtsgerichts München vom 14. Februar 2012 (AZ: 415 C 31694/11).
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Sturmklingeln als Eingriff in Privatsphäre?
München/Berlin. Schriftstücke können an der geöffneten
Wohnungstür übergeben werden. Es stellt auch keinen Eingriff in die Privatsphäre
dar, wenn dem ein „Sturmklingeln" vorausgegangen ist. Das besagt die
Entscheidung des Amtsgerichts München vom 6. März 2012 (AZ: 473 C 31187/11).
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Böswillige Nichtladung eines Eigentümers macht
Versammlungsbeschlüsse nichtig
Karlsruhe/Berlin. Mit Urteil vom 20. Juli 2012 (AZ: V ZR 235/11)
hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass die absichtliche Nichteinladung
eines Eigentümers zur Eigentümerversammlung die dort gefassten Beschlüsse
nichtig macht.
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Kürzung richtig bemessener Betriebskostenvorschüsse durch den
Mieter rechtfertigt fristlose Kündigung
Karlsruhe/Berlin. Der Bundesgerichtshof hat am 18. Juli 2012 (AZ:
VIII ZR 1/11), erneut über das Verschulden des Mieters für einen eingetretenen
Zahlungsverzug entschieden.
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Mieter zahlen für Rauchmelder
Magdeburg/Berlin. Die Kosten für die Anmietung und Wartung von
Rauchwarnmeldern gehören zu den Nebenkosten, für die die Mieter aufkommen
müssen. Das entschied das Landgericht Magdeburg am 27. September 2011 (AZ: 1 S
171/11).
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Keine Kündigung wegen Lichterketten am Haus
Berlin. Bringt ein Mieter im Außenbereich eines Hauses
Lichterketten an, rechtfertigt dies keine Kündigung. Hingewiesen wird auf das
Urteil des Landgerichts Berlin vom 1. Juni 2010 (AZ: 65 S 390/09).
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Schlüssel im Wertfach sicher genug aufbewahrt
Ein Mieter verletzt seine ihm gegenüber dem Vermieter obliegende
Obhutspflicht nicht, wenn er im Rahmen eines Klinikaufenthaltes seine
Hausschlüssel dort in einem verschließbaren Wertfach aufbewahrt. Auf die
entsprechende Entscheidung des Amtsgerichts Ahrensburg vom 25. Juni 2010 (AZ: 47
C 1171/09) wird hingewiesen.
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Wasserrohrbruch: Vermieter haftet nicht für Schäden an
eingelagerten Kunstwerken
Nach Feststellung eines Wasserschadens darf der Vermieter
zunächst alles Nötige veranlassen, um weitere Schäden zu vermeiden, ehe er den
Mieter informiert. Etwas anderes kann gelten, wenn der Vermieter weiß, dass der
Mieter in den betroffenen Räumen Wertgegenstände eingelagert hat. Das ergibt
sich aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz vom 30. September 2010 (AZ:
2 U 779/09).
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